Rüttenen
Die aus einer grossflächigen Waldrodung im 19. Jahrhundert entstandenen Rüttenen gehören der Bürgergemeinde und erstrecken sich von der Siedlung ‘Eich’ bis zum Parkplatz beim Dreispitz.

Quelle: GeoView BL
Die Landwirtschaftsflächen (Mähwiesen und Weiden) werden heute von lokalen Landwirtschaftsbetrieben im Pachtverhältnis genutzt.
Der grosse Baumbestand (rund 500 Bäume jeden Alters) wird dagegen von der Bürgergemeinde betreut, welche für die Pflege der Bäume durch regelmässigen Schnitt sowie Ersatzpflanzungen sorgt.
Bis zum Ende des letzten Jahrhunderts wurden Land und Bäume kleinflächig aufgeteilt als ‘Rüti’ an Frenkendörfer Bürger abgegeben und von diesen dann für den Eigenbedarf genutzt und gepflegt. Gras (Kleinvieh) und die Früchte der Bäume bildeten einen wichtigen Beitrag zur Selbstversorgung und waren daher begehrt. Mit dem Rückgang der Selbstversorgung verringerte sich allerdings das Interesse an der Bewirtschaftung einer eigenen Rüti und die Bürgergemeinde sorgt daher heute bei fast allen Rüttenen für die Pflege der Bäume.
Mit der Ausbreitung der aus Asien stammenden Kirschessigfliege ist die Nutzung der Hochstamm-Kirschbäume ab 2015 immer schwieriger geworden und die Bürgergemeinde musste die frühere Vermietung von Einzelbäumen daher stark reduzieren. Nur noch Kirschbäume mit frühen Sorten erlauben in günstigen Jahren eine Ernte, und die Pflückarbeiten müssen gestaffelt erfolgen, was den Aufwand deutlich erhöht.
Mit der Pflanzung von anderen Nutzbäumen (Zwetschgen, Äpfel, Birnen, Nüsse, etc.) strebt die Bürgergemeinde für die Zukunft ein breiteres Spektrum an Nutzungsmöglichkeiten an, ohne dass der hohe Stellenwert der Hochstammbäume für das Landschaftsbild und die Natur verloren geht.
